Sonntag, 20. Dezember 2009
P.S.
Bis zum neuen Jahr sollen hier ein paar Schritte zur Professionalisierung dieses Blogs getätigt werden. Schritt 1 zeigt sich in Form eines neuen schicken Logos, wie die weiteren Schritte aussehen, das werden die nächsten Tage zeigen. :-) Kommentare zum Logo sind auf jeden Fall erwünscht.
Unnützes Fernsehwissen, Kapitel 4
Die 10 häufigsten Showacts bei Wetten, dass...?
1. Peter Maffay
2. Herbert Grönemayer
3. Udo Jürgens
4. Joe Cocker
5. Marius Müller-Westernhagen
6. Rod Stewart
7. Chris de Burgh
8. Phil Collins
9. Elton John
10. Eros Ramazotti
Samstag, 19. Dezember 2009
Vorweihnachtliche Shoppingimpression
Es hat zwar nur bedingt was mit Fernsehen zu tun, aber ich muss das jetzt mal loswerden. Diese ganzen DVD-Kollektionen von SZ, FOCUS, Spiegel und Co. gehen mir langsam enorm auf den Senkel.
Am Anfang war das ja noch ganz putzig und spannend, so wie bei den ähnlich gestrickten Bucheditionen. Inzwischen hat das aber solche Auswüchse angenommen, dass du ganze Filmabteilungen nur mit diesen Editions-DVDs füllen könntest, rein quantitativ gesehen.
Allein die Süddeutsche Zeitung, die Wurzel allen Cinemathekenübels, hat ja schon gefühlte 500 Kollektionen unter ihrem Label herausgebracht, die sich in Themenvielfalt und -schwerpunkten scheinbar immer wieder aufs Neue überbieten müssen. So findet man dort neben noch harmlos-markanten Schlagwörtern wie "Filmdiven" und "Screwball-Comedy" inzwischen Murksmottos wie "Die Klassiker des Naturfilms".
Allein die Süddeutsche Zeitung, die Wurzel allen Cinemathekenübels, hat ja schon gefühlte 500 Kollektionen unter ihrem Label herausgebracht, die sich in Themenvielfalt und -schwerpunkten scheinbar immer wieder aufs Neue überbieten müssen. So findet man dort neben noch harmlos-markanten Schlagwörtern wie "Filmdiven" und "Screwball-Comedy" inzwischen Murksmottos wie "Die Klassiker des Naturfilms".
Und da scheinbar bei dieser kreativen und rentablen Neuntverwertung keiner hintenan stehen möchte, ist inzwischen jedes Gesellschaftsblatt, das irgendwas auf sich hält und eine einigermaßen stattliche Auflage vorweisen kann, auf den fahrenden Neu-Delhi-Express aufgesprungen und erweitert das SZ-Repertoire mit weiteren teils abstrusen Editionen.
Der FOCUS warf ein gefälliges Gegenprogramm an hochdekorierten Mainstreamstreifen als FOCUS-Edition auf den Markt, der KulturSPIEGEL versucht mit diesem Prinzip krampfhaft anstrengende Arthaus-Filme mainstreamfähig zu machen, (damit sich auch mal mehr als die üblichen sieben Menschen in ganz Deutschland für diese Filme interessieren,) und selbst ein "Fachblatt" wie das Fußball-Magazin 11Freunde lässt sich dazu hinreißen und bringt passenderweise eine Kollektion mit 11 Filmen (Surprise!) zum Thema Fußball heraus. (BIG f***ing surprise!)
Der FOCUS warf ein gefälliges Gegenprogramm an hochdekorierten Mainstreamstreifen als FOCUS-Edition auf den Markt, der KulturSPIEGEL versucht mit diesem Prinzip krampfhaft anstrengende Arthaus-Filme mainstreamfähig zu machen, (damit sich auch mal mehr als die üblichen sieben Menschen in ganz Deutschland für diese Filme interessieren,) und selbst ein "Fachblatt" wie das Fußball-Magazin 11Freunde lässt sich dazu hinreißen und bringt passenderweise eine Kollektion mit 11 Filmen (Surprise!) zum Thema Fußball heraus. (BIG f***ing surprise!)
Es fehlen wirklich nur noch die PLAYBOY-Reihe mit den besten Experimental-Lesbenpornos der 60er Jahre und die DVD-Apothek der besten Medizin-Thriller, präsentiert von Ihrer Apotheken-Umschau. Und natürlich die Golden Razzie-Edition mit allen Gewinnern in der Kategorie "Schlechtester Film" seit 1981, jeweils mit einem Audiokommentar von Uwe Boll veredelt.
Was mich aber inzwischen am meisten nervt, ist die noch immer unveränderte Preispolitik bei diesen Editionen. Für den Standardpreis von 9,90 Euro pro DVD bekomme in Zeiten von Blu-Ray und 3D-Kino jede Neuerscheinung in einer rudimentären Single-DVD-Edition. Da muss ich nicht ernsthaft darauf warten, bis mir das die ZEIT zum gleichen Preis bei gleichem Ausstattungsniveau in ihren neuen Diskothek "Junges Europäisches Kommerzkino" anbietet.
Also, liebe Printmedien, wenn ihr schon crossmedial agieren wollt und euer Kerngeschäft langsam zum Teufel schickt, dann solltet ihr wenigstens dort mit der Zeit gehen.
Freitag, 18. Dezember 2009
Ära
Wie... wie kann er nur?! Ich dachte, diese Beziehung sei etwas für die Ewigkeit. Ich dachte, wir würden gemeinsam alt werden und noch in 20 Jahren gemeinsam am Rande des grünen Rasens über die Welt philosophieren.
Doch jetzt, nach 11 Jahren, soll alles vorbei sein. Einfach so., von einem Tag auf den anderen. Nur noch schnell den gemeinsamen Südafrika-Urlaub ertragen und dann quasi stante pede die Scheidungspapiere einreichen. Ich bin fassunglos.
Wie kann Günter Netzer das Gerhard Delling antun?
Donnerstag, 10. Dezember 2009
"TV-Tipp"
Geschichten gibt es viele. Mich interessieren die Menschen dahinter... sagt der Kerner... hm...
Dann wüsste ich mal echt gerne, welcher Mensch ernsthaft hinter einem Thema wie "Schlank durch die Weihnachtstage - Fette Ente und trotzdem abnehmen" steht. Irgendeine 29-jährige Plattenbaubewohnerin aus Suhl, die es geschafft hat, trotz drei Braten ihre 190 Kilo über die Festtage auf 189 zu reduzieren und seitdem als medizinisches Wunder gilt???
Also mal im Ernst, entweder hat mich JBK zu ZDF-Zeiten einfach zu peripher tangiert, um es zu merken, aber seine Talkgrütze kann doch unmöglich schon immer so gewesen sein? Dieser weichgezeichnete Mix aus Boulevardschächterei, Promibauchkraulen und Servicehilfe auf Eckart-von-Hirschhausen-Niveau, dieses sternTV für Waldorfschüler, das ist doch... uuuuh!
Andererseits, eigentlich muss man es sich ja mal ansehen, um das ganze Ausmaß des Grauens wirklich erfassen zu können. Überschneidet sich ja Gott sei Dank nicht mit dem grandiosen POPSTARS-Finale, bei dem bestimmt als Schlussverarsche verkündet wird, dass zwei Duos gewinnen, die zu einem neuen Quartett verquickt werden und dass alle Zuschaueranrufe am Ende völlig fürn Arsch waren. :-)
Freitag, 4. Dezember 2009
Wir blicken zurück
Heute Abend wird sie von SAT.1 und Johann Baptist offiziell eingeläutet: Die Zeit der Jahresrückblicke. Man blickt zurück auf 12 ereignisreiche Monate mit jeder Menge emotionaler und spektakulärer Schlagzeilen, die je nach Format mal mehr, mal weniger rührselig und gesellschaftsrelevant aufbereitet werden.
Soweit eine verständliche Logik... wenn wir jetzt schon Januar hätten. Irgendwann aber haben manche Sender diese Logik über Bord geworfen und programmieren schon zu Anfang Dezember ihre Jahresrückblicke, nur um ja die ersten im großen Flashback-Battle zu sein. Bis letztes Jahr war das Gott sei Dank nur ein Scharmützel zwischen ZDF und RTL - das ja 2008 darin endete, dass Jauch und Kerner gleichzeitig zurückgeblickt haben - aber da ja JBK jetzt zum neuen SAT.1-Frontschwein geprügelt werden soll, kann sich sein neuer Arbeitgeber nicht lumpen lassen und stellt spontan eine weitere 11/12-Rückschau auf die Beine. Toll, so notwendig in der deutschen Fernsehlandschaft wie ein Blinddarm.
Wobei, RTL ist aber heute auch nicht wirklich besser. Die schicken als Gegenprogramm eine Chartshow zu den erfolgreichsten Hits des Jahres 2009 über den Äther. Ist also fast überflüssig, sich darüber aufzuregen.
Warte ich einfach bis Silvester, wenn ZDF nachmittags die "Bilder des Jahres" zeigt, mein persönlicher Favorit unter den Jahresrückblicken. Vor allem, weil es keine Moderatoren-Grinsebacken gibt.
Montag, 16. November 2009
All eyes on ... what?
VIVA und MTV haben ja seit einiger Zeit ganz innovative Werbetrenner, mit denen sie gezielt den Fokus auf eine ganz spezielle Gruppe lenken wollen, die gerade neu durchstartet oder ihre aktuelle Platte auf den Markt wirft. Schön und gut und sicher sehr verkaufsfördernd... wenn der Fokus nicht alle zwei Tage wechseln würde.
So fühlt es sich zumindest für mich an, wenn ich mal wegen South Park oder Drawn Together bei diesen Sendern hängen bleibe. An einem Tag grinst dich bei MTV Spießer-Sido an, am nächsten kreischt dir auf einmal Wolfmother entgegen und den Tag darauf siehst du, wie Silbermond in ihrem neuen Video mit sich selbst ringen. Gleiches Bild bei VIVA, die sich eher auf die seichteren Pop-Newcomer fixiert hat.
Aber gut, wenn es VIVA und MTV glücklich macht...
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