Samstag, 6. Februar 2010

Und wo ist der Senf?

Mensch, jetzt habe ich vor lauter ProSieben ganz vergessen, mich zu den Künstlern und ihrem Weiterkommen zu äußern. Also für mich sind bis auf eine Kandidatin die fünf Auserwählten vollkommen gerechtfertigt.
Cyrill war unter den Männern definitiv die energetischste und auf Anhieb ansprechendste Erscheinung. Katrin war stimmlich absolute Klasse, eigentlich die beste unter den Frauen, hat aber wie von der Jury angesprochen noch sehr wenig Persönlichkeit beim Singen gezeigt. Diese "Schwäche" wird sie hoffentlich in der Sendung abbauen. Meri liegt stimmlich knapp dahinter, versprüht dafür aber schon jetzt unglaublich viel Freude und Lebendigkeit auf der Bühne. Bekommt sie das gebündelt, sehe ich sehr weit vorne. Und Lena... ja, ich gebe zu, ich habe das Mädel auch spontan ins Herz geschlossen. Das war definitiv der beste Auftritt an diesem Abend. Er war frech, er war catchy und stimmlich auch noch auf hohem Niveau, auch wenn ihr manchmal ein bisschen die Puste ausging. (Eigentlich scheiße, dass es dieses Lied schon gibt. So eins könnte man fürs Finale brauchen ^^)
Die einzige Angst, die ich nur sehe, ist, dass diese Faszination bei einem anderen Song, den sie nicht so verinnerlicht hat wie den von Adele, völlig verpufft. Sollte das nicht der Fall sein, was ich ganz doll hoffe, ist da wirklich ein neuer Star im Anmarsch. Vielleicht sogar unser Star für Oslo? *munkel*
Nur mit Kerstin als Fünfte Qualifikantin bin ich etwas unzufrieden. Da hätte ich eher Sebastian oder Michael als Fünften gesehen. Michael hatte wie Lena oder Meri diese Lässigkeit und Freude, die einen spontan ansteckt und mitwippen lässt. Nur das Outfit hat ihn scheinbar rausgekickt. :-) Und bei Sebastian lag es wohl in erster Linie an der Songauswahl. So professionell und anschmiegsam es geklungen hat, für die große Showbühne sind so gechilltere Nummern immer eine andere Sache. Damit kann man heutzutage leider beim Song Contest keinen mehr hinterm Ofen vorlocken. (Außer du heißt Patricia Kaas oder wirst von Andrew Lloyd Webber am Klavier begleitet)
Aber mei, erst mal kommen ja noch 10 weitere Topleute, die sich präsentieren wollen. Sobald da auch ausgesiebt wurde, können wir anfangen, uns ernsthaft Gedanken zu machen, wer nun wirklich für Oslo taugt.

Freitag, 5. Februar 2010

Janus lebt!

Jeder Sender besitzt sie im Grunde, diese Doppelköpfigkeit. Für die eine Sendung könnte man ihn knutschen, für die andere ihn mit Fackeln und Heugabeln aus dem Land jagen. (Okay, außer RTL2 vielleicht, da ist einfach alles schlecht.)

Am deutlichsten merke ich das momentan bei ProSieben. Auf der einen Seite gibt es da diesen Timeslot zwischen 16 und 17 Uhr, der scheinbar in den letzten Wochen zu einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung mit dem Thema "Wie schlecht kann Fernsehen sein?" umfunktioniert wurde, (anders kann ich mir zumindest die Daseinsberechtigung von "Reality Affairs", "The Secret" und "Emma bloggt" nicht erklären) und auf der anderen Seite verschafft mir der Sender seit Dienstag durch "Unser Star für Oslo" wunderbare Glücksgefühle.

Gut, wer mich hier kennt, den überrascht mein Faible für den Song Contest nicht mehr; wohl eher die Tatsache, dass ich so lange mit meinem Statement brauche ^^. Aber aufgeschoben ist in dem Fall nicht aufgehoben und so kann ich auch jetzt noch mit leichter Verzögerung sagen: ich bin begeistert!
Es waren wirklich zwei reizende Stunden musikalischer Unterhaltung und Raab hat definitiv nicht zu wenig versprochen. Die Live-Band ist klasse, die Moderatoren souverän (auch Frau Heinrich angesichts der Tatsache, dass es ihre erste echte Fernsehmoderation war) und die ausgewählten Sänger ein hochklassiger Querschnitt durch alle Farben und Formen des Gesangs und der Musikalität. Entsprechend war auch das Setting nicht überladen und alles vollkommen auf die Sänger und ihre Musik fokussiert. Das belegen auch die Einspieler zu den Sängern. Da wurde kein aufwendiger Schnickschnack vorproduziert oder groß die Lebens- und Leidensgeschichte der Leute ausgebreitet. (Dazu hat man
eventuell in den weiteren Shows noch Zeit) Man hat nur die Aufnahme vom Casting, drei Statements von den Interpreten selbst und fertig. Wunderbar.
Da war es fast schon störend, dass gerade Stefan Raab und seine Jurykollegen in der Sendung krampfhaft versucht haben, ganz lieb und nicht polemisch zu sein, um sich bloß bewusst von den anderen Castingshow-Formaten abzuheben.
Aber das ist Kritik auf hohem Niveau, wie Raab sagen würde. Ich denke nämlich, dass jeder Zuschauer, der es gesehen hat, von selbst gemerkt hat, dass das in einer anderen Liga als DSDS oder POPSTARS spielt und dass man hier ein ernsthaftes Musikprojekt vor sich hat. Wer das alles deshalb bieder und langweilig findet, dem kann man nicht mehr helfen. Der soll sich weiterhin am Proll-Recall in der Karibik oder Ähnlichem ergötzen.

Ich für meinen Teil weiß, was ich die nächsten Dienstage vorhabe. Und wehe, einer hindert mich daran. :-)

Donnerstag, 21. Januar 2010

2020/2030

In einem meiner Seminare war heute Vormittag das Thema "Medien und Mediennutzung im Jahr 2020/2030". Das Fernsehen stand dort natürlich ganz vorne auf der Agenda, denn allen Unkenrufen zum Trotz wird es mit Sicherheit auch noch in 20 Jahren das Leitmedium unserer Gesellschaft sein.
Die Gestalt wird definitiv eine andere sein. Die Zahlen und Untersuchungen, die die Referentin dazu recherchiert hat, warfen ein sehr interessantes Bild auf das Ganze. Unter anderem sind angeblich zwei Drittel der Menschen mit dem, was im Fernsehen gezeigt wird, unzufrieden. Sie schalten aber deshalb keineswegs ab (oder sorgen dafür, dass Dieter Wedel mit seiner Quote DSDS in den Boden stampft). Sie lassen sich bewusst berieseln, machen im Grunde aus dem Fernsehen genauso ein Begleitmedium wie das Radio. Die Erfolge gewisser Formate in den letzten Jahren würden das durchaus bestätigen. Dementsprechend wird das Fernsehen im Laufe der nächsten 20 Jahre zum reinen Wegwerf-TV, das zu 100% Unterhaltung für die niederen Reize bietet, weil tatsächlich nichts anderes mehr vom Fernsehen erwartet wird. (Unwissende Spötter können an dieser Stelle jetzt ihren Einwurf bringen "Warum erst 2030? Das ist doch schon längst der Fall.")

Der wichtigste Punkt an dem ganzen Vortrag war aber das Thema Medienkompetenz. In den nächsten Jahrzehnten muss das eine der wichtigsten Bildungs- und Erziehungsaufgaben in diesem Land sein. Die Kinder müssen den medialen Overflow, mit dem es konfrontiert ist, richtig verarbeiten können, ihn vor allem filtern und dosieren können. Sie müssen kapieren, dass gewisse Dinge und Meinungen nicht automatisch eine Daseinsberechtigung haben und richtig sind, nur weil sie im Internet veröffentlicht werden. Sie müssten wissen, dass das, was bei "Familien in Brennpunkt" und dem ganzen anderen Bodensatz gezeigt wird, nicht die Realität widerspiegelt, auch wenn das Format sich "Real-Life-Doku" schimpft.
Das können aber nicht nur ausschließlich Medienpädagogen oder die Schulen im Allgemeinen stemmen. Die gleiche Disziplin muss auch den Erziehern abgewrungen werden, wenn sie ihr Kind großziehen. Vorbildfunktion und so, verstehste? Der Lehrer kann einem Kind so viel Medienkompetenz einbläuen, wie er lustig ist; wenn jedoch bei Kevin zu Hause den ganzen Tag lang nur RTL2 geglotzt wird und neben der tv14 höchstens mal ne BILD auf dem Tisch liegt, muss sich keiner wundern, dass hier sämtliches Schulen im Sande verläuft. Irgendwann hat das Kind einfach keinen Bock mehr, medienkompetent zu sein, und sieht sich dann lieber aus sozialen Gründen mit Mutti die Frauentausch-Farce an.

Diese Überlegungen werden das Fernsehen an sich nicht unbedingt retten, sofern es noch zu retten ist, aber es kann dafür sorgen, dass die Menschen auch in Zukunft richtig mit diesem Medium umgehen. Ich persönlich werde dafür auch meinen Beitrag leisten, indem ich hier weiterhin sowohl die guten als auch die schlechten Seiten des Fernsehens präsentiere und mit der "medienkompetenten Brille" meinen Senf dazu abgebe, damit ihr danach hoffentlich etwas schlauer seid. ^^


Aber wahrscheinlich ist alles am Ende eh völlig irrelevant, da bekanntermaßen 2012 die Mayas wiedergeboren werden und durch sie die Welt untergeht...

Mittwoch, 20. Januar 2010

Das Prequel zur Fortsetzung



Der neue Film von TIL SCHWEIGER!

Mit Nora Tschirner, Matthias Schweighöfer und jeder Menge anderer Grinsebacken des deutschen Films!

Die romantischste Komödie des Jahres:


EINOHRRATTEN








(Tut mir Leid, ich konnte einfach nicht widerstehen. ^^)

Montag, 18. Januar 2010

Success!!!

ES FUNKTIONIERT! Danke, Corny, für den Ratschlag!

Ach ja, und CHRISTOPH WALTZ FOR OSCAR!!!

Die YouTube-Methode

Schauen wir mal, ob es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Wenn nicht, hat es diesen Beitrag nie gegeben. *verschwörerischdiehändebeweg*

Sonntag, 17. Januar 2010

Mal was anderes

Mann, fast hätte es geklappt. Nur einen kleinen Tick früher und die heutige Ausgabe von Schlag den Raab wäre die nach meinem Wissen erste gewesen, die es geschafft hätte, ihr Ende noch am gleichen Wochentag zu erleben. :-) Ein Grund zum Feiern war das jetzt nicht unbedingt, da das ja gewisse Schwächen beim ausgewählten Herausforderer impliziert, aber wie ich immer sage: Vier Stunden Raab sind noch besser als das gesamte 24-Stunden-Programm von so manch anderem Sender.