Dienstag, 31. Mai 2005

Mein Mai-Resümee


Tja, der Wonnemonat Mai ist vorbei. Zeit, darüber nachzudenken, was von diesem Monat in die Geschichtsbücher eingehen könnte.


An erster Stelle ganz bestimmt die politischen Ereignisse: Die Schicksalswahl in NRW zwischen Peer Steinbrück und Jürgen Rüttgers und die daraus entstandene Lawine, an deren Ende Neuwahlen im September und Angela Merkel als Kanzelerkandidatin der CDU/CSU stehen; das "NON" der Franzosen zur EU-Verfassung, was die Europaparlamentarier wieder fast bei Null anfangen lässt; die von Franz Müntefering heraufbeschworene Kapitalismusdebatte; alles Themen, mit denen wir uns die nächsten Monate über sicherlich noch lange beschäftigen müssen.


Aber auch das Fernsehen als unabdingbarer Partner solcher Ereignisse hatte seinen eigenen kleinen Tief- und Höhepunkte: "Wetten, dass...?" geht in die Türkei, Frank Elstner mit "Einfach Millionär" baden, "Lost" und "Desperate Housewives" bekommen Gott sei Dank die guten Quoten, die sie verdient haben (fehlt jetzt nur noch O.C. California), und erst gestern gewinnt Verona Pooth 125000 € beim Prominentenspecial von "Wer wird Millionär?".


Das lässt doch einen durchaus optimistisch in den nächsten Monat schauen, vor allem, wenn man an die bereits bekannten Asse im Ärmel des Junis denkt: Confederations Cup, 600. Tatort, der Kampf ums Kanzleramt, ...


Ich sage euch, es wird ein toller Monat! Danke fürs Lesen!

Montag, 30. Mai 2005

You're fired!


Es ist wirklich tragisch. Kaum ein großer Sender traut sich mehr, ein extravagantes Format in die Hauptsendezeit zu stellen, sondern schiebt sie alle ins Nachtprogramm.


Gut, bei den öffentlich-rechtlichen ist das schon länger Gang und Gäbe. Da sind es halt die ganzen grandiosen Hollywood-Produktionen, die darunter leiden müssen (ich sage nur: Monster's Ball, Angels in America, ...). Aber jetzt hat sich auch RTL diesem Trend angeschlossen und zeigt samstags um etwa 0.30 Uhr (direkt nach South Park, der geilsten Zeichentrickserie der Welt) eines der faszinierendsten und interessantesten Showformate aus Amerika: THE APPRENTICE (auf deutsch: Der Lehrling)


Wer sich schwach an RTL's Plagiatversuch BIG BOSS mit Reiner Calmund erinnert, weiß zumindest in etwa, worum es geht. Für die US-Variante muss man sich jetzt alles nur 1000mal besser, anspruchvoller und luxuriöser vorstellen. Schließlich ist dort nicht irgendein ehemaliger Fußballmanager der große Bestimmer, sondern niemand geringeres als der Multimilliardär Donald Trump. Und der Gewinner bekommt dort kein Startkapital für eine eigene Firma, sondern einen auf ein Jahr befristeten Präsidentenposten in einer von Trumps Firmen mit 200000 $ Nettojahresgehalt.


Für einen solchen Job würden bestimmt viele der Kandidaten im realen Leben über Leichen gehen. (Wer weiß, vielleicht erwarten uns in den kommenden Folgen noch ein paar überraschende Ausfälle)


Auf jeden Fall kann ich jedem nur dieses Format empfehlen, denn es zeigt in optimaler Art und Weise, wie eine gute Reality-Show funktionieren müsste. Danke fürs Lesen!

Sonntag, 29. Mai 2005

Ein bisschen Werbung... oder Musik?


DAS KANN DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN!!!!!!


Was befindet sich in unseren deutschen Single-Charts neu auf Platz 13? Der bekloppte Frosch? Tut mir leid, der "Crazy Frog" (Yo man, geiler Anglizismus!) mit seiner erst-Klingelton-dann-nach-Meinung-irgendwelcher-Hirnfreier-super-Coverversion von Captain Hollywoods "Axel F".


Ick jloob', ick spinne! Achtet ihr Eltern denn überhaupt nicht mehr darauf, was eure kleinen 8- bis 12-jährigen Kinder mit nach Hause bringen? Erst diese komische Ch!pz-Seuche, und jetzt das!


Wir müssen dieses Klingelton-Syndikat unter allen Mitteln stoppen! Straft es mit Ignoranz! Oder wollt ihr wirklich, dass die ECHOs im nächsten Jahr nur noch an heliumsüchtige Teddybären und besoffene Elche gehen? Ich bete nicht, denn spätestens dann werde ich hier wirklich auswandern [,wenn der Hoeneß dem Ganzen nicht zuvor kommt (siehe Bericht vom Samstag)].


Pfeift endlich auf undurchsichtige und überteuerte Jamba-Sparabos! Kauft euch z.B. für 19.95 € den Ringtone Maker von MAGIX, einen Infrarot- oder Bluetooth-Adapter, zieht euch ein paar illegale mp3's aus dem Netz und erstellt eure eigenen Klingeltöne. So werde ich es auf jeden Fall in Zukunft machen.


Danke fürs Lesen! (Bläm, bläm!)

Freitag, 27. Mai 2005

Fußball ist unser Leben, der König Fußball regiert die Welt!


Es ist der Wahnsinn! Seit jetzt schon über einer Woche steht die ganze Woche wieder im Zeichen des runden Leders; UEFA-Cup-Finale am Mittwoch vor einer Woche, letzter Bundesligaspieltag am Samstag (mit den Bayern als überraschenden Meister) und vorgestern das geradezu historische Herzschlagfinale der Champions League.


Ich habe zwar erst zur 70. Minute auf SAT.1 geschaltet, weil vorher wie jeden Mittwoch bei mir O.C. California auf dem Programm stand, und hatte eigentlich mit der 3:0-auf-3:3-Aufholjagd von Liverpool das Beste bereits verpasst, doch der Fußballgott wollte es Gott sei Dank nicht bei den 90 Minuten belassen. Es ging für die Reds und die Mailänder in die Verlängerung und danach ins Elfmeterschießen.


Dort gab es dann, wie es immer bei solchen Entscheidungen ist, einen strahlenden und einen tragischen Helden. Der strahlende war Liverpools Torwart Jerzy Dudek und sein Ausdruckstanz auf und vor der Linie (, was ja normalerweise verboten ist; warum da der Schiri nichts bemängelt hat, ist mir ein kleines Rätsel). Zum tragischen Helden beim AC Mailand wurde mit Andriy Shevchenko passenderweise einer ihrer größten Namen. Den letzten Elfmeter total versemmelt und damit FC Liverpool zum ersten Landesmeister-Erfolg seit 20 Jahren verholfen.


Ich finde, Liverpool hat es einfach verdient, ihn zu bekommen. Und es ist ein wünderschönes Kontrabeispiel für die von Uli Hoeneß derzeit angefachte Debatte, dass unsere Vereine (v.a. natürlich sein eigener :-) ) zu wenig Geld hätten, um international zu bestehen. Macht's doch einfach mal wie die Liverpooler. Zieht den Finger aus dem Arsch, hört auf zu nörgeln und spielt endlich mal wieder Fußball, wie es sich gehört. (Die Frauen machen es euch wieder mal vor. Turbine Potsdam hat sich erst vor kurzem den UEFA-Cup der Frauen geholt)


Ach ja, und wenn wir schon bei Hoeneß sind, ich wünsche mir inbrünstig, dass am Samstag Schalke den Pott holt. Nur aus Prinzip, damit die Bayern so richtig schon ärgern können und sich der Hoeneß wieder bei Waldi Hartmann über den deutschen Fußball ausheulen kann.


Danke fürs Lesen!

Mittwoch, 25. Mai 2005

Der kleine Herr der Ringe-Kalauer zwischendurch


Zwei Männer im Kinderzimmer. Sagt der eine: Mensch, bin ich froh, do, dass wir noch unsere kindische Ader erhalten haben.


Als er sich einen Legostein nimmt, ruft der andere: Hey, das ist mein Lego, lass die Finger davon! und versucht ihm, den Stein aus der Hand zu reißen


Der eine schlägt den Arm weg und brüllt: Hey, pack mich ja nicht nochmal so roh an!

Dienstag, 24. Mai 2005

You better run and heijeijei!


Meine Güte, war das ein Samstag! Aber das brauche ich ja vielen nicht mehr zu erzählen, denn ich glaube, das hat sich selbst in die hintersten Ecken Deutschlands durchgesprochen.


Ist doch unglaublich, oder? Da schafft es Bremen noch von Platz fünf auf Platz drei und damit in die Champions League-Qualifikation, weil Stuttgart wie erwartet gegen Bayern München verkackt hat und Hertha zu blöd ist, auch nur ein einziges Tor zu schießen!


Ach so, das Finale vom Eurovision Song Contest war ja am Abend auch noch; ganz große Nummer, wirklich; es gab schöne Stimmungnummern, große mächtige Balladen, gesungen von großen mächtigen Frauen, und südländische Folklore, bis dir die Ohren geblutet haben (ich erinnere an die Nummern 6 bis 9). Und das Kontrastprogramm? Tja, das haben in diesem Jahr die Großen Vier gestellt (Spain, United Kingdom, France, GERMANY), allen voran wir mit unserer Gra-ci-ja. Da lief nun wirklich alles falsch, wie man bereits während des Auftritts feststellte. Das Outfit zu düster, keine konkrete Stilrichtung wie z.B. Norwegen (süss!) und ganz besonders natürlich die Stimme, die an diesem Abend, ich muss es leider sagen, sehr unglücklich war. Man hörte im Refrain nur ganz laut heijijide und crijijied und in den ruhigen Passagen hauchte sie ihren Text kaum hörbar ins Mikrofon. Gracia, ganz ehrlich: So geht das nicht! An der einen Stelle ein bisschen mehr und woanders etwas weniger hätte mit Sicherheit gelangt, damit wir wenigstens der Britin die rote Laterne hätten geben können (wäre meiner Meinung nach nicht unverdient gewesen; das war für mich neben Gracia der enttäuschendste Act)


Aber was soll man im Nachhinein noch groß meckern? Shit happens, das Leben geht weiter. Und für die bösen Zungen, die jetzt behaupten, sie hätte ihren Songtitel bei Wort nehmen sollen und den Platz räumen sollen, für die habe ich nichts als ein müdes Lächeln übrig.


Oder glaubt ihr ernsthaft, Marco Matias und Nicole Süßmilch hätten mit ihrem versiegelten Schnulzenmüll "A miracle of love" den Abräumer des Abends gemacht?


In diesem Sinne, danke fürs Lesen!

Sonntag, 22. Mai 2005

Der kleine STAR WARS-Kalauer zwischendurch


Sohn zu Mutter: Mama, das ist gemein! Ich darf weder im Garten spielen noch mit meinen Spielsachen.


Mutter: Schluss mit dem Genörgel! Putz' dei Schuh', back' a Kuchen und dann ab auf dei Zimmer!