Sonntag, 13. Mai 2007

Welcome back from the East European Song Contest


Eins vorneweg: für mich geht der Sieg von Serbien wirklich total in Ordnung. Und dass dahinter die Ukraine mit ihrer Fleisch gewordenen Discokugel stehen.

Was sich allerdings dahinter wieder mal in den Top Ten des Finals tummelt, ist für mich größtenteils eine einzige Frechheit. Die einzigen Ausnahmen sind wirklich Ungarn und mit einem Augenzwinkern Russland; eine einzige Frau, die ihre drei Minuten ohne jeglichen Pyro- oder Bänderscheiß, sondern einfach mit einer geilen Stimme ausfüllen kann (und deshalb mein persönlicher Favorit neben Serbien war), und drei Girlies, die zwar keine siegeswürdige, aber schmissige Nummer hingelegt haben. Das reicht für Russland ja schon aus, um mindestens unter den Top 5 zu landen.

Bulgarien, Türkei, Moldawien, Weißrussland, Armenien, Griechenland hingegen ... *schnauf* was soll man sagen? Jetzt mal wirklich von der ganzen abgeblichen oder oftmals offensichtlichen Punkteschieberei abgesehen, war das Dargebotene von diesen Ländern wirklich so außergewöhnlich, dass das einen festen Finalstartplatz in Belgrad verdient hätte? Kostüme mit versteckten Bändern (Griechenland), Trommeln (Bulgarien) und halbnackte oder völlig sinnentleerte BackgroundtänzerInnen (Türkei, Weißrussland, Griechenland) haben wir in den letzten zwei Jahren gut geschätzt in 100 Auftritten gesehen. Wo ist die Innovation, das wirklich ausgefallene, das Ungarn oder meinetwegen auch die Ukraine geboten hat?




Ach was rege ich mich überhaupt auf, ich sollte lieber ins Bett...

Samstag, 12. Mai 2007

Welcome to the East European Song Contest


Ja Kinder, das wird jetzt schon der dritte Eurovision Song Contest, den ich mit euch erlebe. Und vermutlich der dritte, an dem ich mich wieder über den Dilettantismus etlicher Ost-Staaten aufregen werde, den sie mit viel nackter Haut oder "Trickkleidern", wie es Thomas Herrmanns nennen würde, zu kompensieren versuchen (und damit auch noch dank guter Nachbarschaft Erfolg haben).

Ich meine, das diesjährige Halbfinale hat bereits so deutlich wie noch nie gezeigt, dass die Länder westlich der Oder bei dieser Veranstaltung eigentlich nichts mehr zu sagen haben. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien werden halt als die großen Vier noch gezwungermaßen geschluckt, aber der ganze Rest wird ohne einen Blick auf Qualität rausgeworfen. Und da inzwischen jedes Jahr entweder wie aus dem Nichts ein neuer ehemaliger GUS-Staat auftaucht, der plötzlich mitmachen will, oder notfalls ein bereits vorhandener Staat für den Contest mal schnell zweigeteilt wird, nützt eine Art "West-Allianz" beim Voting auch immer weniger.

Dabei dachte man doch immer, dass gerade die Musik so Sachen wie einen Eisernen Vorhang überwinden würde... Jetzt fährt sie Stückchen für Stückchen die alten Linien nach, bis in ein paar Jahren tatsächlich keine der großen Nationen mehr Bock hat, für ein Spektakel zu bezahlen, bei dem sie nicht viel mehr sind als die geduldeten Quotenwestler. Welcome to the East European Song Contest!

Das soll natürlich nicht heißen, dass ich unseren Roger Cicero schon jetzt für den Sieg abgeschrieben habe. Roger, du machst es! Zeig bitte allen, was ein stilvoller, glamouröser Grand-Prix-Auftritt ist.

Dienstag, 8. Mai 2007

News from Bobbelsche


Großes Kino, Mark! Kaum zum Superstar geworden, wird gleich mal der Lover abserviert, der am Samstag noch für dich geheult hat. Die Karriere steht schließlich jetzt im Mittelpunkt.

Donnerstag, 3. Mai 2007

COMET 2007


Das Mega-Musik-Event aus Köln! Der wichtigste Musikpreis Deutschlands! Heute Abend live übertragen von Deutschlands größtem Fernsehsender: VIVA!


*lol*

Nominiert und damit automatischer Gewinner in den Kategorien "Beste Band", "Bester Song", "Bester Liveact", "Bestes Video" und natürlich des Super-COMETen: Tokio Hotel. Zusätzlich zu dem Sonderpreis für Bill als herausragende deutsche Künstlerin. Den Rest teilen sich LaFee und Sido untereinander auf, fertig ist der große Kindergeburtstag. Und dafür will VIVA heute zweieinhalb Stunden seiner wertvollen Sendezeit verschwenden?

GNTM (nicht zu verwechseln mit TMNT)

Bevor es zu spät wird, erfolgt hier nun meine Kurzanalyse der übrig gebliebenen "Germany's next topmodel"-Kandidatinnen.

Kandidatin 1: Mandy. Für mich - ganz kurz und knapp - gehört sie seit mindestens drei Sendungen so was von raus. Ich meine, der Körper an sich ist ok, aber das Gesicht... *wieher*

Kandidatin 2: Fiona. Eigentlich immer eine meiner Finalkandidatinnen gewesen, weil sie einfach den größten Ehrgeiz an den Tag legt und schlichtweg eine Perfektionistin ist, was in diesem Job mit Sicherheit nicht schlecht ist. (Und weil sie gar nicht mal schlecht aussieht) Seit der letzten Sendung aber bin ich seeeehr zwiegespalten. Im Grunde genommen hat sie sich ja selber in die Scheiße geritten und kann daher verständlicherweise nicht erwarten, dass die anderen Mädels sie tröstend in die Arme nehmen. In dieser Hinsicht werden das noch ein paar sehr interessante Folgen.

Kandidatin 3: Anni. Steht Fiona in Sachen Gezicke und Hinterfotzigkeit in nichts nach, macht aber für mich oftmals den etwas professionelleren Eindruck. Optisch würde ich sie hingegen auf Platz 4 vor Mandy einordnen.

Kandidatin 4: Barbara. Inzwischen so etwas wie der offene Geheimfavorit, was ich durchaus unterstützen würde. Wie aber schon in der letzten Sendung gesagt wurde, muss sie noch enorm an ihrem Ausdruck arbeiten. Der Rote-Haar-Bonus wird wohl leider nicht bis zum Finale auszuschöpfen sein.

Kandidatin 5: Hana. Vom Aussehen her meine persönliche Favoritin, die von Sendung zu Sendung immer mehr aufzutauen scheint und allmählich den nötigen Biss entwickelt, auch wenn sie nach Meinung von Fiona keinen Bock auf das Ganze hat.

Summa summarum: Wie sähe mein Traumfinale aus? Gemäß dem Fall, es werden wie letztes Mal drei, hätte ich gerne Barbara, Hana und Anni in der großen Finalshow. Das würde zum einen alle Haarfarben abdecken und zum anderen einen unproblematischen Ablauf der Show gewährleisten.

Donnerstag, 26. April 2007

Automarkne mit A, heute mit Cheyenne

MENSCH LEUTE! Durant, Mihrindia, Jackson, Bean, Raba, Warwick, diese Automarken kennt doch JEDER! Wieso hat das denn keiner von euch rausbekommen? Da habe ich mir die Titten ganz umsonst wundgelabert!

Samstag, 7. April 2007

Reality-Show


Autor: Amélie Nothomb


meine Bewertung: 4,9 von 5



In der neuen Reality-Show "Konzentration" leben und arbeiten willkürlich hineingesteckte Menschen in einem Arbeitslager, wobei jeden Tag zwei Gefangene durch die "gecasteten" Kapos zum Tode verurteilt werden.

Ein besonderes Verhältnis entwickelt sich dabei zwischen der Kapo Zdena und der Gefangenen CKZ 114. Die geheimnisvolle Schönheit, die alle Torturen im Lager stumm erträgt, wird für Zdena zum Objekt einer Obsession, das sie mit allen Mitteln zu ergründen versucht. Pannonica, so der richtige Name von CKZ 114, lernt, diese Obsession für sich und ihre Mitgefangenen zu nutzen. Der Ausspruch ihres Namens rettet eine Mitgefangene vor dem Todesurteil, mit regelmäßigen Rationen an Schokolade, die sie von Zdena zugesteckt bekommt, hält sie ihre unmittelbaren Nachbarn körperlich über Wasser. Sie wird zum Star der Show und für ihre "Mitstreiter" im Lager zur großen Hoffnungsträgerin.

Als die Quoten jedoch nicht mehr weiter steigen, wählen die Verantwortlichen ein neues Mittel. Sie lassen die Zuschauer per Teletext bestimmen, wer zum Tode verurteilt werden soll. Das macht die Situation für alle Insassen unberechenbar, auch für Pannonica. So wählt sie die Flucht nach vorne und versucht mit Zdena ein Ende dieser Sendung herbeiführen, indem sie sich selbst zur Märtyrerin macht und die Zuschauer auffordert, sie als nächstes Opfer zu wählen...

Ich selbst muss sagen, dass ich seit langem nicht mehr so gefesselt von einem Buch war. Diese Vision, die hoffentlich nie Realität werden wird, bietet wirklich bis zum Ende eine grandios Atmosphäre. Dass die Autorin das mit den Thema KZ kombiniert und Pannonica eine regelrechte Jesus-Attitüde zuschreibt (passend zur Passion Christi, die ja gerade im Fernsehen läuft), mag vielleicht ein bisschen übertreiben und auch überflüssig sein, aber das tut der Sache eigentlich keinen Abbruch. Ich kann diese 170 Seiten nur jedem empfehlen, vor allem so manchem Fernsehmacher.