Mittwoch, 23. November 2005
Scheiß Cliffhanger!
Und wie es bei einer erfolgreichen US-Serie natürlich sein muss, gibt es zum Staffelende einen richtig schön beschissenen Cliffhanger. Die geheimnisumwitterte Luke mit den bösen Zahlen am Rand ist offen und alles starrt blöd in die Dunkelheit. Wird es den Gestrandeten Hoffnung bringen oder noch mehr Verderben? Das erfahren wir leider erst nächstes Jahr *frustschieb*. Bis dahin könnte ich meinen Bruder bequatschen, dass er sich die DVD-Box anschafft. Damit das Wissen aufgefrischt wird und bis zur nächsten Staffel frisch bleibt.
Ansonsten bleibt abzuwarten, was ProSieben sich für den nun freien Sendeplatz ausdenken wird. (Bloß kein "Let's talk about ... LOST". Mir ist dieses Format schon bei "Sex and the City" und "Desperate Housewives" zuwider)
Danke fürs lEsEn!
Sonntag, 13. November 2005
Musikvideos - Eine stichprobenartige, medienwissenschaftliche Untersuchung des visuellen Ausdrucks moderner Popkultur; Heute: "Christmas in my heart"
Dieses Jahr hat sich Sarah Connor dazu berufen gefühlt, uns neben ihren Interpretationen des altbewährten Christmas-Kanons ein neues Feiertagslied in die Heime zu bringen und das ganze auf CD zu pressen. So weit, noch so gut. Aber natürlich braucht dieses neue Lied "Christmas in my heart" auch ein schönes besinnliches Video. Kein Problem, dachten sich die Produzenten, das geht doch ganz einfach. Eine schnucklige kleine Blockhütte mit eingebautem Kaminfeuer und viel Kunstschnee vor der Tür, fertig ist die Besinnlichkeit. Blieb jetzt nur noch die Frage, wie man die Sarah darin einbaut. Und genau an diesem Punkt geschah offensichtlich ein folgenschwerer Unfall. Irgendwo zwischen Videoregisseur und Produzenten ist beim Transport die Silbe "be-" verloren gegangen. Deshalb hieß es in der Regieanweisung nicht mehr wie geplant "Sarah besinnlich in Szene setzen", sondern "Sarah sinnlich in Szene setzen".
Anders kann ich mir nicht erklären, was sich in diesem Video abspielt. Will man etwa sehen, wie Sarah Connor in der Badewanne ausgiebig ihre Beine einseift und danach oben ohne vor dem zugefrorenen Fenster der Blockhütte steht, wie sie sich in einem feuerroten Abendkleid vor dem Kamin räkelt und wie sie ständig ihre Muschi streichelt?
JA! Aber um Gottes Willen doch nicht in einem Weihnachtsvideo! Da backt man Plätzchen, trägt dicke Wollpullover oder sonst was. Auf jeden Fall produziert man dafür keinen Sexy Clip für Teenies. (Als ob es davon nicht schon genug gäbe). Danke, Frau Connor, dass sie mich eines besseren belehrt haben.
Fazit: Ein neues "Last Christmas" oder "Wonderful Dream" wird "Christmas in my heart" ganz bestimmt nicht, allein wegen diesem bescheurten Video!
Danke fürs LEsEN!
Samstag, 12. November 2005
Musikvideos - Eine stichprobenartige, medienwissenschaftliche Untersuchung des visuellen Ausdrucks moderner Popkultur; Heute: "Hung up" von Madonna
Wo trete ich überall während meiner nächsten Welttournee auf? Welchen neuen Trend will ich mit meinem Album setzen? Ist das Wasser da auch nach Kabbala-Art geweiht? Ja, ein Leben als Weltstar ist schon schwer. Immer dieser Erfolgsdruck, den die Masse an Fans und man selbst hat. Und wenn die erste Single nicht gleich einschlägt, dann wird das Album bald wieder in der Versenkung verschwinden. (So geschehen bei ihrem letzten Album "American Life") Gott sei Dank muss sie sich von meiner Seite aus keine Gedanken darüber machen.
"Hung up" haut volle Kanne rein, vor allem dank der Schützenhilfe von ABBA. Gerade dieses Sample, das Madonna "Gimme, Gimme, Gimme" entnommen hat, macht aus diesem Song den ultimativen Ohrwurm. Und in dem beigelieferten Video beweist die Queen of Pop, wozu 47-jährige Frauen anatomisch gesehen noch in der Lage sind. Neben all den tanzwütigen Gummimenschen mit ihren Streetstyles beweist sie, dass sie tänzerisch an Vielfalt und Klasse nichts verloren hat. Und die Szenen im Spiegelsaal, in denen sie mit ihrer klassischen Langhaarfrisur und einem echten 80-Jahre-Aerobicanzug zu sehen ist, haben auch für mich als 20-jährigen... naja, kein Kommentar.
Madonna beweist auf jeden Fall wieder ihre künstlerische Unerreichbarkeit und dass sie sich körperlich als alles andere als 47-Jährige fühlt. Weiter so, Mädel! Es lebe der Kommerz!
Donnerstag, 10. November 2005
"Ich liebe dein Eichhörnchen."
Ich denke mal, der Titel ist wirklich ironisch gemeint, denn offensichtlich spielt in dieser Serie "alles außer Sex" keine wichtige Rolle. Frenzy (soweit ich mich erinnern kann) pimpert mit einem Italiener und will ihn Hals über Kopf heiraten. Minza (die von Annette Frier gespielt wird), quiekt beim Sex wie ein Eichhörnchen, wovon ihr Freund unglaublich scharf wird. Edda (was haben die denen eigentlich für Namen gegeben? Frenzy, Minza, Edda...) ist bei ihrem neuen Stecher nicht gekommen, weil sie glaubt, sie sei in ihn verliebt (????) und Valerie schiebt Liebesfrust wegen ihrem Mann, dem frauenverstehenden Sexualforscher Frieder. (Noch so ein bescheuerter Name *haarerauf*)
Also bis auf diese unmöglichen Rollennamen hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Ich hatte schon befürchtet, dass daraus ein zu großer Abklatsch von Sex and the City wird. Wobei, die Rollentypen der vier Frauen sind schon sehr ähnlich verteilt. Es gibt die Frivole (Edda=Samantha), die Romantikerin (Frenzy=Charlotte), die zufrieden Verheiratete mit einem etwas merkwürdigen Ehemann (Valerie=Miranda) und die Blonde (Minza=Carrie).
[kleine Anmerkung: Die Namen von Miranda und Charlotte musste ich auf der PRO7-Seite nachschlagen. Nicht, dass ihr noch denkt, ich kenne mich auch bei SATC perfekt aus]
Ich muss aber sagen, es fällt nicht sehr auf. Die Macher versuchen schon, etwas sehr Eigenständiges daraus zu machen und bisher bin mit dem, was ich davon gesehen habe, sehr zufrieden. Wenn jetzt noch "Charmed" mit OC den anschließenden Sendeplatz tauschen würde (Bitte nicht köpfen, Mädels! *duck*) , wäre es für mich der perfekte Mittwochabend auf ProSieben. Vielleicht nach dem großen Finale nächste Woche... wer weiß...
Danke fürs LESen!
Mei, wie putzig... *knuddel*
Ja, ich habe es gestern gesehen, meine Damen. "Sophie-Braut wider Willen", die nächste Telenovela im Ersten. Ich muss sagen, so langsam verliere ich ein wenig den Überblick. Bei "Sturm der Liebe", "Julia" und ViB bin ich einigermaßen mit den Leuten vertraut. Jetzt muss ich mir das ganze Ensemble um die Catterfeld auch noch merken. Aber ich muss zugeben, ich tue es gern. Oder besser gesagt, ich wähle das kleinere Übel.
Doch zurück zu Sophie; was hat mir gefallen? Die Kulisse, die ungewöhnliche historische Szenerie, die Musik... Yvonne Catterfeld ist auch sehr süß. Sie bringt es auf jeden Fall gut rüber. Gut, der Rest ist halt typisch Telenovela. Es gibt die eindeutig Bösen, jede Menge Personal und ach hastenichgesehen.
Trotzdem macht es Spaß zuzugucken, warum auch immer.
Danke fürs LEsen!
Dienstag, 8. November 2005
Kein Weg zu weit, kein Scheiß zu tight...
Deswegen schaltete ich mal so ein bisschen durch die Kanäle und blieb dann plötzlich bei VIVA hängen. Da fing gerade "Unser Block" an, diese Real-Life-Doku aus Neukölln. Ich dachte mir, okay, hast du noch nicht gesehen, schauen wir uns das mal ganz offen und vorteilsfrei an.
(Ich sollte an dieser Stelle erwähnen, dass ich eine gewisse Antipathie gegen HipHop und Rap habe. Es ist kein Hass, zumindest nicht auf musikalischer Ebene. Was mich daran stört, ist dieser Style, der damit verbunden ist. Dieses abgespackte Proletendeutsch, Yo Chick, was geht ab, Alter? und die Hose dabei fast in den Kniekehlen, ihr wisst, was ich meine)
Nach den rund 20 Minuten legte ich die Fernbedienung zur Seite und dachte mir: Ach du Scheiße, das ist ja noch viel schlimmer als vermutet! Und ich hatte einen merkwürdiges Gefühl im Kopf. Die ganze Inszenierung hatte für mich etwas zu Gestelltes, zu Einstudiertes. Deutlich wurde das für mich bei folgendem Szenenablauf:
Man sieht aus nächster Nähe, wie einer der jungen Typen (Name habe ich vergessen) von einem Unbekannten aus dem Autofenster heraus ein Päckchen gereicht bekommt. Ein Schnitt auf zwei Freunde von ihm, die aus der Ferne die ganze Szenerie "zufällig" mitbekommen. Sie sehen den Benz, sehen das Paket und denken sich: Ey Scheisse, der tickt doch! Sie nehmen die Verfolgung auf, dann wieder Schnitt auf Abdul (ich nenn ihn jetzt einfach so), der vor den beiden wegrennt *grusel*.
Das Merkwürdige daran war, ist, dass die Kameraleute dem Abdul irgendwie immer einen Schritt voraus waren. Abdul kam bei jedem neuen Schnitt immer ins Bild reingelaufen und wurde von den Kameras nicht ein einziges Mal verfolgt. Es wirkte, als ob die Kameraleute Abdul dirigiert hätten und nicht umgekehrt, wie es eigentlich in einer solchen unmittelbaren Situation sein sollte. Das macht schließlich eine Real-Life-Doku wie "Unser Block" aus.
Oder haben wir es bei dieser Sendung etwa auch nur mit einer glaubhafteren, schmutzigeren HipHop-Version von "Freunde-Das Leben beginnt" zu tun? Dieses Gefühl lässt mich nicht mehr los...
Danke fürs Lesen! Und checkt den Flow der Straße mit dem a³ Megaride! Peace!
Donnerstag, 3. November 2005
Mein Oktober-Resümee
Wenn ich nur daran denke, läuft es mir kalt den Rücken runter. Hurrikan Wilma, das Beben in Kaschmir, Bushs CIA-Affäre, die Vogelgrippe all over the world und dann dieses elende Koalitionsgeplänkel in Berlin mit all den designierten (wie es so schön heißt) Ministern, das am Montag, noch pünktlich zum Monatsende, seinen Höhepunkt mit dem Rückzug von Franz Müntefering erreicht hatte.
Aber gut, ich will nicht zu hart sein. Es war ja nicht alles schlecht. Das Wetter zum Beispiel. Und das Fernsehen war auch durchaus gut. Wir hatten immerhin im Ersten den "Untergang" und "Luther", zwei große deutsche Produktionen aus den letzten Jahren. Wir haben zwei neue Telenovelas, "Julia - Wege zum Glück" und "Sturm der Liebe". Und mit "Bis in die Spitzen" läuft in SAT.1 seit 5 Wochen eine neue ... Spitzenserie *tusch*. Nur wissen das immer noch viel zu wenig Leute. Deswegen müsst ihr weiterhin meine penetrante Schleichwerbung für diese Serie ertragen. Solange, bis die Quote stimmt.
Ansonsten schließen wir lieber ganz schnell diesen Monat ab und bereiten uns lieber auf die kommende Pandemie vor. Also immer schön mit offener Jacke und nassen Haaren zum nächsten Ententeich radeln.
Danke fürs Lesen!